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Reichlich Arbeit hinter den Kulissen: DSV-Techniker bei der VIESSMANN Tour de Ski

2. Januar 2009

Wenn Athletinnen und Athleten noch in den Federn liegen, dann sind sie schon unterwegs: Die Skitechniker im DSV-Team. Während der Viessmann Tour de Ski hat die Belastung für die ohnehin stark beanspruchte Crew hinter den Kulissen noch einmal zugenommen.

Cheftechniker Uwe Bellmann will aber nicht klagen. „Das ist unser Job und keine Strafe. Und bei dieser Tour sind wir durch die guten Platzierungen für unsere Mühen auch schon entsprechend belohnt worden.“ Wobei Bundestrainer Jochen Behle die Grenze der Belastbarkeit inzwischen erreicht sieht. „Die Jungs sind in den kommenden Monaten ganze drei Tage zu Hause. Das geht eigentlich nicht.“

Bisher ging es aber doch und die Qualität der Arbeit sorgt in den meisten Fällen für Zufriedenheit im deutschen Lager. Aber natürlich gibt es auch Situationen, in denen sich die Jungs aus der Wachskabine am liebsten im Schnee eingraben würden. Immer dann, wenn es mal nicht klappt und Läuferinnen und Läufer über zu glatte oder zu stumpfe Skier klagen.

Wobei sich die Klagen bei der dritten Auflage der Viessmann Tour de Ski in Grenzen halten. Beim Distanzrennen in Oberhof mussten Axel Teichmann und insbesondere Claudia Nystad auf zu „spitzen“ Skiern antreten, anschließend verkniff sich die Oberwiesenthalerin jeden Hinweis auf ihr Material, Teichmann sprach lediglich von „nicht ganz optimalen Skiern“.

In der Wachshütte raufte man sich derweil die nicht in jedem Falle mehr üppig vorhandenen Haare und gelobte Besserung. Und die trat spätestens beim Klassiker in Nove Mesto ein, als Teichmann und sein Technikbetreuer Max Achatz kurz vor dem Start noch einmal nachbesserten. Mit Erfolg! Im Gegensatz zu Oberhof – dort hatte das Material im Rennverlauf immer mehr nachgegeben – wurde diesmal der Ski von Runde zu Runde besser.

In der Wachskabine nahm man dies zwar erfreut zur Kenntnis, für Begeisterungsstürme blieb jedoch keine Zeit, denn im unmittelbaren Anschluss an den Lauf der Herren folgte das Damenrennen. Und weil bei der Viessmann Tour de Ski in diesem Winter sowohl am letzten Tag des alten, als auch am ersten Tag des neuen Jahres Wettbewerbe auf dem Programm standen, war auch nach dem dritten Etappensieg an eine ausgiebige Party nicht zu denken.

Vielmehr wurde noch bis in die Abendstunden des Silvestertages am Material geschraubt, am frühen Neujahrsmorgen begannen die Skitests für den Tag. Und nach dem letzten Sprint von Nove Mesto hieß es für die Bellmann-Crew: Einpacken und noch in der Nacht die rund 800 Kilometer nach Val di Fiemme fahren. Mit Sack und Pack, hunderten Paar Skiern und all dem, was nötig ist, um auch im Fleimstal wieder ordentliches Material zur Verfügung stellen zu können.

Und so spielen die von Tobias Angerer auch schon mal als „Zauberkünstler“ bezeichneten DSV-Techniker mit dem Team bei der diesjährigen Viessmann Tour de Ski auch noch Hase und Igel. Denn wo immer die Athleten in den Skistadien auftauchen – die Jungs in der Wachskabine sind schon da.

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