Stefan Luitz und Andreas Sander fallen nach Kreuzbandrissen aus

Nach einer Knieoperation müssen Stefan Luitz und Andreas Sander voraussichtlich sechs Monate pausieren. Dabei steht mit dem Heim-Weltcup in Garmisch-Partenkirchen für die Alpinen Herren nur eine Woche nach der WM in Schladming ein weiteres Saison-Highlight auf dem Programm. Am kommenden Wochenende gehen die Herren im Werdenfelser Land in Abfahrt und Riesenslalom an den Start. Die Ausfälle schwächen das deutsche Aufgebot.

Am gestrigen Mittwoch hatte sich Stefan Luitz beim Slalom-Training am Gudiberg in Garmisch-Partenkirchen am linken Knie verletzt. Der 20-jährige Technikspezialist wurde noch am Nachmittag in der Orthopädischen Chirurgie München (OCM) operiert.

Diagnose Kreuzbandriss

Dr. Ernst-Otto Münch diagnostizierte einen Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie. Während der anschließenden arthroskopischen Operation wurde das gerissene Band durch die körpereigene Semitendinosussehne ersetzt. „Die Operation verlief sehr positiv“, so Dr. Ernst-Otto Münch. „Stefan Luitz wird voraussichtlich noch einige Tage im Krankenhaus bleiben, ehe er mit ersten Rehabilitationsmaßnahmen beginnen kann. Einen günstigen Heilungsverlauf vorausgesetzt, kann Stefan in etwa sechs Monaten wieder mit dem Schneetraining beginnen.“

Verletzung beim Slalom-Training

„Ich bin über den Außenski gestürzt, habe einen Stich im Knie gespürt und sofort realisiert, dass es sich um eine ernste Verletzung handeln muss“, sagt Stefan Luitz. „Jetzt werde ich hart arbeiten und meine gesamte Energie in die Rehabilitation stecken, um in der Olympiasaison wieder fit zu sein.“

Andreas Sander ebenfalls operiert

Auch Andreas Sander unterzog sich gestern einer Arthroskopie am linken Knie. Sander war vor vier Wochen beim Einfahren zum Weltcup in Kitzbühel gestürzt und hatte sich den Zeigefinger der rechten Hand gebrochen. Nachdem Andreas vor wenigen Tagen das Skitraining wieder aufnahm, spürte er Schmerzen im linken Knie.

Bei der daraufhin durchgeführten Untersuchung diagnostizierte Dr. Hermann Mayr in der Orthopädischen Chirurgie München (OCM) einen Riss des vorderen Kreuzbandes sowie einen Knorpelschaden. Die Operation erfolgte ebenfalls am gestrigen Mittwoch. „Die Operation verlief gut, das gerissene Band wurde mittels Semitendinosussehne ersetzt und mit den noch vorhandenen Bandresten verstärkt“, so Dr. Hermann Mayr. „Andreas kann – einen optimalen Heilungsverlauf vorausgesetzt – etwa in einem halben Jahr das Skitraining wieder aufnehmen.“

Charly Waibel, Bundestrainer Herren, enttäuscht über die Ausfälle

„Zwei Ausfälle aus beiden Teams – das ist natürlich bitter. Gerade vor dem Hintergrund, dass wir immer wieder mit verletzungsbedingten Ausfällen unserer Athleten zu kämpfen haben. Ich bin aber überzeugt, dass Stefan und Andreas nach der Rehabilitation wieder gesund und fit in die Vorbereitungen zur Olympia-Saison einsteigen können!“

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